Was kostet die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf fünf Dinge an, Plugins, Theme, Schnittstellen, Datenqualität und B2B-Logik. Hier sehen Sie, wie sich der Preis zusammensetzt, wie eine Migration abläuft und wo Sie sparen können.

Wer nach den Kosten einer Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 sucht, findet meist weite Spannen und selten eine Erklärung. Der Grund: Die Migration ist kein Update, sondern ein Neuaufbau. Shopware 6 ist eine andere Anwendung mit anderem Datenmodell, anderem Template-System und anderer Plugin-Architektur. Ihre Daten kommen mit. Theme und Plugins nicht.
Deshalb gibt es keinen ehrlichen Pauschalpreis. Es gibt aber eine klare Logik, nach der sich der Aufwand zusammensetzt. Wenn Sie diese Logik kennen, können Sie Angebote vergleichen, Ihr Budget einordnen und gezielt sparen.
Die Entwicklung von Shopware 5 wurde laut offizieller Shopware-Dokumentation Ende Juli 2024 eingestellt. Damit ist die Migration eine terminierte Entscheidung. Je länger Sie warten, desto größer wird das Risiko durch veraltete PHP-Versionen und nicht mehr aktiv gepflegte Sicherheitslücken.
Was den Preis einer Shopware-Migration bestimmt
Sieben Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz zwischen zwei Angeboten.
| Faktor | Einfluss | Warum |
|---|---|---|
| Anzahl und Art der Plugins | Hoch | Jedes Shopware-5-Plugin muss ersetzt oder neu gebaut werden. Standard-Funktionen mit einem Shopware-6-Gegenstück sind günstig, individuelle Eigenentwicklungen sind der größte Einzelposten. |
| Eigenes Theme | Hoch | Smarty-Templates lassen sich nicht übertragen. Ein stark angepasstes Theme wird in Twig und Vue neu aufgebaut, ein Standard-Theme mit Anpassungen deutlich schneller. |
| Schnittstellen (ERP, PIM, Warenwirtschaft) | Hoch | Anbindungen an ERP oder Warenwirtschaft laufen in Shopware 6 über die Admin-API. Sie müssen neu angebunden und gegen echte Daten getestet werden. |
| Datenmenge und Datenqualität | Mittel | Produkte, Kunden und Bestellungen wandern über die Migrationsschnittstelle. Der Aufwand steckt weniger in der Menge als in Altlasten: doppelte Kunden, uneinheitliche Eigenschaften, verwaiste Varianten. |
| Sprachen, Währungen, Verkaufskanäle | Mittel | Jede Sprache und jeder Verkaufskanal bringt eigene Texte, Preise, Steuerregeln und Tests mit sich. |
| B2B-Funktionen | Mittel bis hoch | Kundengruppenpreise, Staffeln, Freigabeprozesse und Firmenkonten sollten in Shopware 6 sauber abgebildet werden, statt sie als Workaround zu übernehmen. |
| SEO-Absicherung | Mittel | URL-Mapping, 301-Weiterleitungen und Metadaten kosten Zeit, schützen aber Ihr organisches Ranking. Hier zu sparen ist fast immer teurer als es zu tun. |
Aufwand nach Shop-Typ
Eine grobe Orientierung. Der tatsächliche Aufwand zeigt sich erst im Plugin-Audit.
| Shop-Typ | Typische Merkmale | Aufwand | Zeitrahmen |
|---|---|---|---|
| Schlanker Shop | Standard-Theme, wenige Plugins, keine ERP-Anbindung, eine Sprache | Niedrig | Kürzester Zeitrahmen |
| Typischer Mittelstandsshop | Angepasstes Theme, mehrere Plugins, ERP- oder Warenwirtschafts-Anbindung, zwei bis drei Sprachen | Mittel | Mittlerer Zeitrahmen |
| Komplexer Shop mit B2B | Viele Eigenentwicklungen, mehrere Verkaufskanäle, B2B-Preislogik, mehrere Schnittstellen | Hoch | Längster Zeitrahmen, oft in Etappen |
Ihre Einstufung können Sie direkt im Migrationskosten-Rechner ermitteln. Konkrete Beträge nennen wir erst nach einem kurzen Audit. Ein Preis ohne Blick auf Ihre Plugins und Schnittstellen wäre geraten, und geratene Preise führen später zu Nachträgen.
Die sechs Phasen einer Migration
So läuft eine Migration von Shopware 5 auf 6 bei uns ab.
1. Audit und Scoping
Plugin-Bestand, Eigenentwicklungen, Schnittstellen, Datenbestand und Hosting werden erfasst. Ergebnis ist eine Liste: ersetzen, neu bauen oder streichen.
2. Architektur und Angebot
Festlegung der Zielarchitektur, der Plugin-Strategie und des Migrationswegs. Auf dieser Basis entsteht ein verbindliches Angebot.
3. Theme und Plugins
Aufbau des Storefronts in Shopware 6, Ersatz oder Neuentwicklung der Plugins, Anbindung der Schnittstellen.
4. Testmigration
Die Daten werden mehrfach in eine Testumgebung migriert und geprüft. Fehler im Mapping fallen hier auf, nicht im Livebetrieb.
5. Abnahme und Tests
Funktionstests, Bestellprozess, Zahlungsarten, Versand, E-Mails, Schnittstellen und Performance, jeweils mit echten Szenarien.
6. Cutover und Nachbetreuung
Finale Datenübernahme in einem festgelegten Freeze-Fenster, Umschalten der Domain, Weiterleitungen aktiv, Monitoring in den ersten Wochen.
Wo Sie bei der Migration sparen können
Sparen heißt hier nicht, Qualität zu streichen, sondern Aufwand zu vermeiden, der keinen Nutzen bringt.
- Plugins vor dem Umzug ausmisten: Was seit Jahren niemand nutzt, muss nicht migriert werden.
- Standard vor Eigenentwicklung: Viele alte Individualfunktionen gibt es in Shopware 6 inzwischen von Haus aus.
- Alte Daten bereinigen: Inaktive Kunden, doppelte Einträge und tote Produkte vor der Migration entfernen.
- Mit einem Standard-Theme starten und nur das anpassen, was Conversion oder Marke wirklich braucht.
- Schnittstellen früh klären: Unklare ERP-Anforderungen sind die häufigste Ursache für Nachträge.
- Eine feste Ansprechperson auf Ihrer Seite benennen, damit Entscheidungen nicht wochenlang liegen bleiben.
Was Sie nicht sparen sollten
Drei Posten rächen sich, wenn man sie kürzt: die Testmigration mit echten Daten, die 301-Weiterleitungen und die Abnahme des Bestellprozesses inklusive Zahlungsarten. Fehler hier merken Ihre Kunden und Ihr Umsatz sofort.
Weiterführende Seiten
Häufige Fragen zu den Migrationskosten
Das hängt vor allem von der Zahl der Plugins, einem eigenen Theme, Schnittstellen und B2B-Funktionen ab. Ein schlanker Shop mit Standard-Theme ist deutlich günstiger als ein Shop mit vielen Eigenentwicklungen und ERP-Anbindung. Wir nennen bewusst keine pauschale Zahl, weil sie ohne Plugin-Audit irreführend wäre. Nach einem kostenlosen Erstgespräch und einem kurzen Audit erhalten Sie ein verbindliches Angebot.
Wissen, was Ihre Migration kostet
Schildern Sie uns kurz Ihren Shop. Nach einem kostenlosen Erstgespräch und kurzem Audit erhalten Sie ein verbindliches Angebot.